Martin zu Gast bei Freunden

Bei der Berliner Industrie- und Handelskammer hat sich Martin Schulz alle Mühe gegeben, der Wirtschaft klarzumachen, dass er zwar im Wahlkampf von sozialer Gerechtigkeit reden muss, aber sie von ihm trotzdem nichts zu befürchten haben. So wundert es auch nicht, dass Schulz in seiner Rede nochmal ausdrücklich die große Leistung des Agenda-Kanzler Schröder lobte. Da konnten ihm die Wirtschaftsvertreter natürlich nur zustimmen: Einführing der Leiharbeit, Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, Erhöhung des Drucks auf die Beschäftigten durch Hartz IV: An die segensreiche Zeit der Schröder-Ära erinnert man sich in der Wirtschaft gerne.

Auch den hohen Handelsbilanzüberschuss Deutschlands, der international hart kritsiert wird, weil er soziale Ungleichheit in ganz Europa schafft, verteidigte Schulz aus vollem Herzen. Besser kann die SPD gar nicht klarmachen was von ihren Wahlversprechen zu halten ist. Wer wirklich soziale Gerechtigkeit schaffen will, wird sich dafür bei der Wirtschaft kein Lob abholen können, da diese dann endlich stärker belastet werden müsste. Doch das traut sich die SPD nicht. Stattdessen bleibt nur heisse Luft und das zeigt wiedermal: Soziale Gerechtigkeit gehte nur mit Links! Denn nur die Linke ist bereit sich mit den Mächtigen anzulegen! Schulzzug? Hält nich in NRW.