Verheerende Bilanz zwei Jahre nach dem Aus bei Opel Bochum

„Es ist eine Schande, wie sich die Politik bei der Schließung des Opel-Werks aus der Verantwortung gezogen hat. Qualifizierte Industriearbeitsplätze wurden vernichtet und Opel Bochum geschlossen, damit General Motors die Produktion an einen Standort mit geringeren Kosten verlagern konnte. Als LINKE haben wir immer ein Verbot von Massenentlassungen gefordert und an der Seite der Opelkolleginnen- und kollegen bis zum Schluss gegen die Schließung des Werks gekämpft“, erklärt Christian Leye, Spitzenkandidat der LINKEN NRW zur Landtagswahl, anlässlich der Bilanz der Opel-Transfergesellschaft in Bochum.

„Seit die Schließung offiziell wurde, haben wir klargemacht, dass es nun industrielle Ersatzarbeitsplätze für die Beschäftigten braucht. Stattdessen baut nun DHL ein Verteilcenter auf dem ehemaligen Opel-Gelände. Gute Jobs? Fehlanzeige. Die meisten Arbeitsplätze werden im Niedriglohnbereich liegen, selbst mit allen möglichen Zulagen kann ein Paketzusteller nicht mehr als 12,70 pro Stunde verdienen. Ein Opelaner bekam mindestens 20 Euro pro Stunde.

Um zu verhindern, dass der Abbau industrieller Arbeitsplätze weiterhin das Ruhrgebiet in die Armut drückt und die Interessen Beschäftigter auf der Strecke bleiben, fordern wir als Linke einen Schutzschirm für Arbeitsplätze: Industrielle Betriebe, die von Schließung bedroht sind, müssen vergesellschaftet werden.
An den demokratischen Entscheidungsprozessen einer Industriestiftung sollten die Landespolitik, betroffene Kommunalparlamente, die Belegschaften, Gewerkschaften, Betroffenenverbände und BewohnerInnen betroffener Stadtteile beteiligt werden. So könnte man verhindern, dass bestehende Arbeitsplätze ersatzlos wegbrechen und Industriepolitik endlich im Interesse der Menschen statt internationaler Konzerne gestalten!“